Ist der Einsatz von E-Mail-Newslettern heute noch sinnvoll und kostendeckend?

Wir meinen nein! Die Hintergründe erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie viele E-Mail-Newsletter erhalten Sie pro Woche? Wie viele davon lesen Sie aufmerksam? Und wie viele überfliegen Sie nur noch kurz oder löschen die E-Mail direkt?

So oder zumindest so ähnlich wird das Verhalten von vielen Nutzern sein. Dabei stellt sich schnell die Frage: Was interessiert mich wirklich und was nicht? Nehme ich mir die Zeit, um mich von der Empfängerliste abzumelden? Was sich in der Praxis oft als schwierig herausstellt.

 

Wir meinen nein! Die Hintergründe erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie viele E-Mail-Newsletter erhalten Sie pro Woche? Wie viele davon lesen Sie aufmerksam? Und wie viele überfliegen Sie nur noch kurz oder löschen die E-Mail direkt?

So oder zumindest so ähnlich wird das Verhalten von vielen Nutzern sein. Dabei stellt sich schnell die Frage: Was interessiert mich wirklich und was nicht? Nehme ich mir die Zeit, um mich von der Empfängerliste abzumelden? Was sich in der Praxis oft als schwierig herausstellt.

Zum Abmelden ist zuerst ein Login zum Kundenbereich erforderlich, die E-Mailadresse konnte nicht gefunden werden oder die Abmeldung war erfolgreich!? Eine Woche später habe ich aber dennoch denselben Newsletter wieder im Postfach liegen.

Der Nerv-Faktor von Newslettern, aus Empfängersicht, ist unserer Meinung nach sehr groß. Selbstverständlich ist es letztendlich dem Nutzer überlassen für welche Newsletter er sich anmeldet, so zumindest, wenn die Regeln des Datenschutzes eingehalten werden. Unserer Erfahrung nach ignorieren viele Online-Shops und Portale immer noch die eindeutige Einwilligung von Nutzern zu einem Newsletter-Abo. Ob bewusst oder unwissentlich sorgen Anbieter dabei dafür, dass Ihre Kunden ungefragt auf Empfängerlisten landen. Dies ist nicht nur eine Frage des Datenschutzes, sondern auch der Höflichkeit.

Aus Sicht der Anbieter und Verkäufer sieht der Sinn nach einem Newsletter-Dienst natürlich anders aus. Diese versuchen ihre Kunden bei Laune zu halten und ihnen weitere Kaufanreize zu bieten. Doch lohnt sich der Aufwand für einen regelmäßigen und hochwertigen Newsletter noch? Wir zeigen die Pros und Cons.

Pros:

  • Möglichkeit mit Bestandskunden in Kontakt zu bleiben.
  • Kunden über neue Produkte, Preise oder Dienstleistungen informieren.
  • Automatisierung von Newslettern und Abstimmungen auf Marketing-Kampagnen.
  • Lead-Generierung in Zusammenhang mit Landing-Pages oder anderen Kampagnen.

Cons:

  • der technische und grafische Aufwand zur sauberen Realisierung von HTML-Newslettern ist enorm. So kann eine Umsetzung 40 Std. und länger dauern.
  • die E-Mails müssen auf verschiedenen Endgeräten wie Desktop, Tablets und Smartphones immer perfekt aussehen, was den Gestaltungsspielraum beim Design von Newslettern deutlich einschränkt.
  • Anpassungen am Inhalt führen oft zu Problemen bei der Kompatibilität und Darstellung.
  • verschiedene Datenschutzvorschriften, welche bei der An- und Abmeldung bei Newslettern zu beachten sind.
  • auch der inhaltliche Aufbau von Newslettern ist vorgeschrieben und muss entsprechende Angaben enthalten.
  • Anpassung des eigenen Website-Datenschutzes ist erforderlich.
  • ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag muss mit dem Anbieter der Newsletter-Software geschlossen werden.
  • E-Mail-Newsletter landen oft im Spam-Ordner in E-Mail-Clients wo ihre Darstellung z.B. ohne das Laden von Bildern „bescheiden“ aussieht. Oder der Mail-Server weist Newsletter-Mails komplett ab.
  • Anpassungen im DNS z.B. das Setzen von SPF-Einträgen zur Reduzierung der Einstufung als SPAM-Mails sind notwendig.
  • viele Newsletter-Anbieter wie MailChimp oder Cleverreach bieten bei der Integration in eine Website (An- und Abmeldungen) nur Google’s ReCaptcha, eine alternative Captcha-Lösung gibt es nicht.
  • Gegen Google ReCaptcha sprechen zwei Punkte:
    • der Dienst ist mittlerweile kostenpflichtig
    • der Dienst ist nicht kompatibel mit der DS-GVO
  • die freiwillige und rechtlich korrekte Anmeldung wird bei Kunden nur zögerlich in Anspruch genommen.
  • eine Double-Opt-In Anmeldung ist für B2C-Kunden gesetzlich vorgeschrieben. Erfahrungsgemäß scheint bei vielen Nutzern die Hürde zu groß zu sein, die verwendete E-Mailadresse durch eine gesonderte Bestätigungsmail zu validieren.
  • ohne Verknüpfung an Maßnahmen zur Leadgenerierung nur für Bestandskunden einsetzbar.
  • kann bei zu häufiger Frequentierung auch nachteilig in der Kundenbindung sein.

Womit wir zu unserer Eingangsfrage zurückkommen. Aus der reinen Kosten-Nutzen-Betrachtung macht unserer Erfahrung nach der Einsatz von E-Mail-Newslettern keinen Sinn mehr. Die Aufwände für eine saubere Umsetzung sind in der Zwischenzeit zu groß geworden. Dennoch gilt - eine genaue Betrachtung des geplanten Einsatzzweckes sollte bei jedem Projekt individuell geprüft werden.

Gerne zeigen wir Ihnen auch Alternativen zum klassischen E-Mail-Newsletter.

Kommentareingabe ausblenden

1000 Buchstaben übrig


Telefon:  +49 (0) 7236-27900-58
eMail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Shoplahop - die clevere Web-Shop-Lösung